Leben im Garten

Ergebnisse des Auftaktworkshops

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Es war ein spannender und ergebnisreicher Auftaktworkshop am 11. Januar 2016 im Euregio Forum in Kleve. Danke an alle für ihre Engagement und ihre guten Ideen! Hier eine kurze Zusammenfassung Ihrer Ideen und Anmerkungen – bitte verstehen Sie, wenn sich nicht alles, was aufgeschrieben wurde, hier wiederfindet.

Die Reaktionen auf den Input von Aafje Nijman waren sehr unterschiedlich: Es ist wichtig, nicht nur Pflanzen zu produzieren, sondern in die Lebenswelt der Kunden einzutauchen. Wir müssen mehr in Gesamtbildern denken und mehr Storytelling betreiben. Pflanzen werden als Freunde gesehen, sie stehen aber nicht unbedingt im Mittelpunkt der Inszenierung des Gartens. Wir müssen Lust erzeugen, etwa auf veredelte Nutzpflanzen. Damit kämen wir dann auch aus der Preisdiskussion heraus. Die Garden Living-Kunden wollen schnelle und sichere Lösungen, der Service wird immer wichtiger. Eine Chance für den Gartenbau ist, dass wir den Kunden die Angst vor dem Umgang mit Pflanzen nehmen können.

Wir haben uns auch schon Gedanken zur möglichen Umsetzung auf der „Hortivation“ in Kalkar im Juni 2016 gemacht: Man könnte einen Garten in Modulen anlegen, Produkte neu nach den Prinzipien „Spannung“ und „Entspannung“ ordnen. Man könnte das Thema Grillen mit aufgreifen und wie ein Shop-in-Shop-System integrieren. Ebenso könnten Systeme zur automatischen Bewässerung eingebunden werden.

Nina Ungerechts erläuterte uns, wie sie in ihrer Redaktion im Wohnverlag von den Bedürfnissen der Leserinnen und Leser erfahren und wie sie damit umgehen. Dabei beschrieb sie insbesondere das große Bedürfnis nach Service (How-to-do) und Information (Bezugsquellen) ihrer Leser.

Im „World Cafe“ haben wir uns dann gefragt, was der Garden Living-Fan zu seinem Glück benötigt: Jeder hat seine ganz individuelle Vorstellung vom Gartenglück. Dabei scheinen sich einige Dinge zu widersprechen: Die Gartenliebhaber möchten ihren Garten, Balkon oder Terrasse zeigen, andererseits gibt es ein Bedürfnis nach Ruhe und Intimität. Hier können Pflanzen etwa die Funktion eines Sichtschutzes bekommen. Der Garten ist also einerseits ein intimer Ort, um abzuschalten, aber auch ein repräsentativer Ort, der auf Außenwirkung für Nachbarn und Freunde bedacht ist und es ist ein Familienzentrum – ein Wohnzimmer unter freiem Himmel. Drinnen und Draußen gehen ineinander über. Gärten durchleben Metamorphosen und dürfen nie langweilig werden. Das stellt hohe Ansprüche an die dort verwendeten Pflanzen.

Erste Ideen für mögliche Umsetzungen wurden zusammengetragen. Ein Vorschlag bestand in einer Webseite nach dem Muster von „Chefkoch.de“ für Garden Living-Kunden im Hobby-Bereich mit der Möglichkeit zur Produktbewertung. Wir könnten Kunden durch die Anlage von Muster-Situation (Garten, Balkon, Terrasse) inspirieren. Wichtig erscheint dabi eine kanalübergreifende Vernetzung zur Kundenbindung. Der Garden Living-Kunde nimmt auch gern Dienstleistungen in Anspruch: Eine Begleitung von der Ideenfindung für seinen Garten über die Anlage des Gartens bis zur Pflege: Der Kunde möchte das alles möglichst aus einer Hand bekommen.

BGI_Kreise

Am Ende des Tages wurden Verantwortliche zu folgenden Themenbereichen benannt:
1. Teilnehmer: Sonja Dümmen, Bastian Engler, Mareike Marken, Beate Schönges:
a) Essbare Pflanzen
b) App/Website/Blogs für Pflanzen nach Farben, Mehrfachnutzen, Jahreszeit
c) Produktbewertung wie bei chefkoch.de

2. Teilnehmer: Franz-Josef Isensee:
a) Workshops für Endverbraucher in Zusammenarbeit mit Geräteherstellern

3. Teilnehmer: Berthold Kott:
a) Offene Infos zur Eignung des Gartens und des Gärtners
b) Offene Informationen zu Problemen und Lösungen

4. Teilnehmer: Frank Zeiler:
a) Labor: Entwickler-Treffen „Pflanze & Co“
b) Pop-Up-Store als Labor
c) Vertikale Kommunikation (i. d. Kette) und Konzept Logik
d) Emotionen und Bildgeschichten müssen vermittelt werden
e) „Ich verstehe meinen Kunden nicht“
f) Der Gartenbau muss verstehen, dass er nur Halbfertigware produziert
g) Ökologische Verpackungen, gutes Gewissen dem Kunden gegenüber vermitteln (bzgl. Ökologie)
h) Übersichtlichere und einfachere Produktinformationen

Es gibt zahlreiche weitere Themen aus den Bereichen Produktion und Vertrieb, an denen in diesem Blog kreativ weitergedacht werden kann:

Produktion
• Modulkonzepte für Balkon, Terrasse, Garten, z. B. Süd-West, Ost-Nord
• fertige Lösungen entwickeln, etwa in Form von Themenkästen
• die Transparenz erhöhen, wenn der Kunde z. B. weiß, dass die Pflanze nur zwei Wochen blüht, ist er nicht enttäuscht
• die Zusammenarbeit mit Zeitschriften stärken
• regional passende Produkte entwickeln,
• Verkauf direkt vom Erzeuger unter Umgehung von einigen Gliedern in der Logistikkette, dadurch kürzere, kontrollierte Handelswege

Vertrieb
• Die ganzheitliche Beratung: Ein Berater für alles rund ums Garden Living, also nicht nur für Pflanzen!
• Schulungen für Gartencenter, damit diese den „Garden Living“-Kunden besser ansprechen können
• Andere Verkaufsstellen finden, wo man alles fürs „Garden Living“ zusammen anbietet (Komplettlösungen)
• Showrooming

Wir freuen uns über einen regen Gedankenaustausch in diesem Blog in den nächsten Tagen und Wochen!

Die originalen Aufzeichnungen, die im Workshop erstellt wurden, finden Sie hier:

Transkription_Ergebnisse_GardenLiving

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